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Der in Portugal lebende Henrique Maya ist seit einem Jahr ein Freibergerfan.
Der Reitlehrer aus Portugal, der vorwiegend mit iberischen Pferden arbeitet, stiess an der BEA/Pferd erstmals auf die Freiberger. Der Zufall wollte es, dass seine Lebensgefährtin, Nadine Niklaus, eine gebürtige Schweizerin mit ihrem Lusitano Pferd im Musical "Le Prince" mitritt. Die ausgestellten FM-Zuchstuten gefielen ihm sehr, sie zeigten ein gutes Exterieur und einen guten Charakter, welche es für die klassische Dressur braucht. Als er noch die Bilder vom schon legendären Hengst Castello sah, war dies eine weitere Inspiration für ihn, sich die Freiberger näher anzusehen.
Er konnte bald feststellen, dass die Freiberger einiges mit den aus Portugal kommenden Lusitanos gemeinsam haben. Der Kreis schloss sich wieder, als er in einem Reitkurs, welcher er in der Schweiz gab, drei Freiberger sah. Die beiden Stuten Haifa und Florida und der Wallach Filou zeigten ihm die Reiteigenschaften dieses Schweizer Pferdes. Wenn Henrique Maya heute von seiner Erfahrung mit diesen Pferden erzählt, kommt er ins Schwärmen und seine Augen beginnen zu leuchten. "Die drei Freiberger zeigen alle gute Reiteigenschaften und sind stark in der Versammlung." Meint er dazu.
Spontan setzt er sich auf jedes Pferd und war anschliessend, wie die mehrfache Schweizermeisterin und Olympia Siegerin Christine Stückelberger, welche die beiden Freiberger Florida und Filou auch ritt, begeistert von dem angenehmen Sitzkomfort dieser Pferde. Sie sind ähnlich zu sitzen wie die "Iberer". Sie sind immer sehr losgelassen und motiviert zum Mitmachen. Ein losgelassenes Pferd ist das schönste, was man beim Reiten haben kann. Ist ein Pferd nicht losgelassen, kommt man in der Ausbildung nicht so schnell weiter. Die drei Freiberger besitzen alle einen guten Takt, auch in den Seitengängen. Durch diese Stärken sind sie sehr gelehrig und lernen enorm schnell, dies zeigte sich auch bei den schweren Lektionen, so wie beim Anpiaffieren, wo sie auf die Gertenhilfe sehr sensibel aber anständig reagierten. Für Dressurliebhaber ist es ein einmaliges Bild, wenn Senor Maya mit dem Freiberger arbeitet und ihn im Schulterherein, beim Traversieren und anderem mehr durch Dressurviereck tanzen lässt.
Henrique Maya ist in Portugal aufgewachsen und durfte drei Jahre beim bekannten portugiesischen Rittmeister Luis Valenca lernen. Anschliessend sammelte er grosse Erfahrungen rund um Pferde auf diversen Gestüten seines Landes. Jetzt verdient er sich sein Brot in einer Reitschule, wo viele Europäer und Amerikaner hinreisen, um die klassische Dressur zu erlernen. Anfangs Juli kommt er definitiv in die Schweiz, wo er gemeinsam mit Nadine ein Zentrum für Reitkunst aufbauen will, wo nebst den Lusitanos und Andalusiern auch der Freiberger seinen Platz haben wird.
Er selber besitzt mehrere Lusitanos, welche in der Hohen Schule und der Schule über der Erde ausgebildet sind. Als Mitglied der Association du Cheval Baroque, wo übrigens auch Freiberger mithalten dürfen, wird man Henrique zu sehen bekommen und sicher auch die Freiberger. Lusitanos und Freiberger an einer Show, das wäre etwas. Es sei hier erwähnt, dass schon einiges in Planung ist und man darauf gespannt sein darf.
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